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Thaelon Windschwinge
Thaelonwiki.jpg
Titel: Direktor, Studienleiter, Lord, Magister, Lordmagister, Protektor
Charakterdaten:
Zugehörigkeit Quel'dorei
Alter: 286 Zyklen
Familienstand Ledig
Klasse: Magier
Beruf Studienleiter, Protektor und Direktor der Akademie von Falthrien und der anderen Lehranstalten der Magister, Magister
Geburtsort Silbermond
Wohnort: Silbermond
Gilde: Magister des Sonnenzornturms
Aussehen:
Rasse: Hochelf
Größe: 177cm
Gewicht: 71kg
Haarfarbe: Hellbraun
Augenfarbe: Blau

Erscheinung

Thaelon ist etwa so groß wie der Großteil der anderen Hochelfen und kaum muskulös, jedoch auch nicht beleibt. Der Archetyp seines Volkes spiegelt sich in seiner Figur gut wieder. Seine eindeutig für Quel’dorei typischen Gesichtszüge wirken strenger als üblich, was wohl an den höher als gewöhnlich liegenden Wangenknochen liegt. Sein Teint ist noch eine Stufe heller als der der meisten anderen Elfen, in einer kunstvollen Frisur fallen hellbraune Haare von seinem Scheitel hinunter und sein Kinn ziert ein kleiner Bart. Meist ist er in eine kunstvolle Robe gekleidet. Ein relativ protziger Stab und eine Kette um seinen Hals, an der eine Träne aus Gold mit einem ebenfalls tränenförmigen Rubin befestigt ist, sind zumeist auch Merkmale seiner Erscheinung.


Gängiges Verhalten

Steif und förmlich wären wohl die ersten Charaktereigenschaften, mit denen die meisten Leute den Magister umschreiben würden. Konventionelle Ansichten und Verhaltensweisen prägen den Anschein, den er sich gibt. Insofern das Individuum, mit dem er Kontakt pflegt in seinen Augen von niedrigerer Stellung als der Magister selbst ist, zeigt sich zwar durchaus ein Bemühen um Neutralität, jedoch kann es geschehen, dass dem Elf versehentlich eine arrogante oder gar beleidigende Bemerkung entweicht. Gegenüber Obrigkeiten seines Volkes steht des Öfteren nicht geheuchelte Hingebung und Gehorsam auf dem Plan, es sei denn, er zweifelt an den jeweiligen Personen. Thaelon weiß um seinen gesellschaftlichen Stand und seine Fähigkeiten, was für ihn stets im Vordergrund steht, bevor er andere Ebenen der Kommunikation beschreitet. Ehrliche Emotionen bekommt der Beobachter selten zu sehen, bis auf ein schmallippiges Lächeln ist wenig vorhanden. Eine Eigenschaft, um die der Magister selber nicht weiß, ist ein Hauch von Eitelkeit. Wenn es um seine Erscheinung geht, ist er oftmals peinlich genau. Insgesamt gefällt der Magister sich sehr in seiner Rolle und seinem Umgang mit anderen Kreaturen. Von sich aus würde er nichts daran ändern. All das entspringt der arkanen Korruption, die ihm praktisch in die Wiege gelegt wurde und von seiner Tätigkeit als Magier noch verstärkt wird, sowie dem politischen System, in dem er taktiert. Es hat jedoch auch tiefer greifende, psychologische Gründe, die an dieser Stelle nicht weiter behandelt werden, um dem Charakter nicht einen Teil seines Reizes zu nehmen. Privat, ohne seine repräsentative Position zu vergessen, kann es vorkommen, dass er sich auch nichtigen Individuen zuwendet, um mehr über sie zu erfahren. Wer wirklich lange Zeit mit ihm zu tun hat oder seine vollste Aufmerksamkeit - aus welchem Grund auch immer - erfährt, könnte feststellen, dass er überaus wissbegierig ist und eventuell auch einige ehrliche Gefühlsdarstellungen beobachten. Ansonsten erleben die meisten Personen eben jene kühle Neutralität und Distanz.


Familie

Thaelonstammbaum.png


Geschichte

Dies ist die Geschichte von Thaelon Windschwinge, einem Adligen und Magister von Silbermond. Wir beginnen im Jahre 268 vor der Öffnung des dunklen Portals.


Akt 1: „Die Anfänge“

Der derzeitige Patriarch der Familie Windschwinge, die, als fester Bestandteil des silbermondschen Adels, ihren Ursprung viele Generationen zurückverfolgen konnte, bewohnte mit seiner Frau, einigen Angestellten und Reittieren ein kleineres Haus in der Altstadt Silbermonds. Er hieß Mendriel und war Magister von Silbermond, wie seine Eltern und deren Eltern schon. Sie hieß Natheria und war ebenfalls Magistrix. Die Liebe zwischen dem Paar war stark, sodass sie sich entschlossen, ihrer Verbindung ein Kind hinzuzufügen. Und so ließen sich schon nach kurzer Zeit Anzeichen von Schwangerschaft bei Natheria erkennen. Im Verwandten- und Freundeskreis des Lords und der Lady war die Freude über das bevorstehende Ereignis scheinbar groß und wurde an dem Tag, an dem gedämpftes Geschrei durch die zugezogenen Vorhänge über den Vorplatz gellte, nur noch größer. Ein Kind – ein gesunder, kräftiger Junge - ward geboren. Seine Eltern benannten ihn nach seinem Urgroßvater, dem ehrenwerten Thaelon, und schon in den ersten Wochen seines Lebens wurden Pläne für seine Zukunft aufgestellt. Ein Magier sollte er werden, wie seine Eltern, das stand außer Frage. Dem kleinen Elfen, dem es in seiner jüngsten Lebenszeit an nichts mangelte, waren die Grundlagen schließlich in die Wiege gelegt worden. So sollte er seiner Familie keine Schande machen. Immer mehr Zeit strich ins Lande Quel‘thalas und das unschuldige Kind wuchs heran, bis man es schließlich – mit seinen 30 Jahren – durchaus als jugendlich hätte bezeichnen können…


Akt 2: „Die Jugend“ und „Ein Trauerfall“

…und dieser jugendliche Elf wurde den Erwartungen seiner Eltern wie erwartet gerecht. Hatte er doch in seinen bisherigen Lebensjahren kaum etwas anderes als die Umstände rund um den Adel und die Magister Silbermonds erlebt. Er erwies sich als überaus neugierig und ließ sich von keiner verschlossenen Tür abhalten, wenn es etwas für ihn Verbotenes in Erfahrung zu bringen galt. Nicht selten schalt die Mutter ihn, weil er wieder einmal, mit dem Ohr an der Tür des Geschäftszimmers des Vaters und der Mutter, einer wichtigen Besprechung „beigewohnt“ hatte. So sammelte Thaelon schon bevor er das erste Mal selber Magie nutzte schon ein beträchtliches Wissen darüber – und über Politik. Die meisten anderen jungen Elfen machten einen Bogen um den ernsten, stillen Jungen, der so gar nicht erpicht darauf zu sein schien, die Welt um sich herum zu erkunden. Und so knüpfte er nur wenige Bekanntschaften und hatte nur einen Freund – Matharien, Sohn eines Feinkosthändlers, dessen Frau verstorben war -, der, als Thaelon’s 34. Geburtstag nur wenige Tage zurücklag, ihm ohne Begründung die Nachricht unterbreitete, dass er mit seinem Vater für sehr viele Jahre nach Stratholme reisen müsste. Von diesem Zeitpunkt an wurde es noch stiller in Thaelons Leben, obwohl er auch lange Gespräche mit den Eltern über Bedeutung und Zukunft führte, was die Beziehung zwischen ihnen stärkte. Damals hätte man sagen können, dass eine Eltern seine einzigen Freunde waren. Die restliche Zeit verbrachte er mit Unterricht, in dem ihm von einem sehr strengen, alten Elf, dessen Bart beinahe bis zum Becken reichte, Etikette, Werte, Mathematik , Lesen, Schreiben und noch einige, andere essentielle Dinge vermittelt wurden, oder damit, seine Nase in die zahlreichen, oft staubigen Buchbände der gut bestückten Bibliothek des Vaters und der Mutter zu stecken. Was natürlich auf seinen Unterricht im Lesen basierte und seinen Wissenshorizont erweiterte. Nicht selten verbrachte er auch Zeit im Arbeitszimmer seiner Familie, bestaunte die Apparaturen, Dinge und Vorgänge für Stunden. All dies freute seine Eltern sehr, doch distanzierte ihn von der gesellschaftlichen Welt, was Erstere aber nicht sonderlich beunruhigte.

„Du wirst schon sehen, wenn er seine Ausbildung beginnt, wird die Scheu wie verflogen sein und unser Sohn wird sich einen Namen machen.“ (Mendriel)

Eines Tages dann, als in vielen Teilen Azeroths Schnee fiel, zeigten sich bei Thaelons Mutter unerwartet Anzeichen einer weiteren Schwangerschaft. Obwohl unvorhergesehen, war die Freude über dieses Ereignis für alle Seiten – auch für Thaelon, der sich auf die neue Erfahrung, ein Bruder zu sein, freute - ähnlich groß wie bei dem Erstgeborenen der Familie. Der Elf, der mit seinen 42 Jahren sich dem Erwachsenenalter näherte, sorgte rührend für die Mutter, wurde auch zunehmend lebhafter und ging öfter vor die Tür. Doch, wie es das Schicksal so will, kam das Kind früher als normal zur Welt, woran es auch keine Magie hätte hindern können. Das schwächliche Geschrei drang nicht wie bei Thaelon durch die geschlossenen Vorhänge und es war niemand da, der auf die Geburt gewartet hätte. Doch trotz dieser finsteren Zeichen gab die Mutter nicht auf, gab dem Frühchen – einem Mädchen – den Namen Ninarith und veranlasste, alles, was möglich ist, für jenes zu tun. Das schwache Neugeborene überlebte trotz allem nur eine, scheinbar endlos lange Woche und ein dicker Schleier aus Trauer und Verzweiflung legte sich über das Haus. Vater und Sohn mussten zusehen, wie die Mutter ihren Pflichten nicht mehr nachging und sich selbst beinahe aufgab, bis sie eines Tages wie verändert aus der Tür trat. Nicht mehr von Verzweiflung und Trauer geprägt sondern ernst und bei näherem Hinsehen gar verbittert. Sie tat wieder, was sie früher getan hatte, doch mit weniger Freunde und Elan – viel ernster eben, was sich auch auf den Rest der Familie auswirkte. Doch die Zeit schritt trotzdem voran…


Akt 3: „Der Weg des Magisters“

…und als Thaelon sein 49. Lebensjahr erreichte, sahen die Eltern die Zeit endlich gekommen, um ihn ausbilden zu lassen, auf dass er ein fähiger Magister werde. Und so einen fähigen Magister bekam er auch als Lehrmeister. Einen Elf namens Felitheriel Blattsilber, der sich in der Kaste der Magister durch Klarsicht und Können hervorgetan hatte. Ab diesem Zeitpunkt las Thaelon seine Bücher nicht mehr zuhause und wurde in der Akademie unterrichtet. Von Felitheriel bekam er nach den Grundlagen und dem richtigen Umgang mit der Magie die Schulen der Transmutation und der Verzauberung nahegebracht, die er und zu einem beträchtlichen Teil auch seine Eltern, für ihn ausgewählt hatten. Thaelon war ein guter Schüler und verbrachte die meiste Zeit damit, zu üben und zu lernen. Doch auch seine soziale Kompetenz erwies sich als nicht so schlecht wie in den vergangenen Jahren. Auch wenn die Ereignisse seiner Vergangenheit ihn geprägt hatten und er sich noch immer als recht still erwies. Unter den anderen, jungen Magiern, blühte er auf, mischte sich aber auch des Öfteren unter das Volk in Silbermond und erhielt kleine, persönliche Erfahrungen rund um Ränke und Politik. Er besaß schlicht und ergreifend das Talent für das Nutzen von Magie, das sich im Verlauf der Generationen herauskristallisiert hatte. Seine Ausbildung schritt langsam, da auf sehr viel eingegangen wurde, aber stetig voran und Thaelon auf seine Volljährigkeit zu. Als der Tag für den jungen Lord gekommen war, wurde er großzügig beglückwünscht und erhielt von seinen Eltern, als er in das Elternhaus, das er nun so viel seltener sah, einkehrte, ein besonderes Geschenk. Ein Pferd, ein männlicher Palomino von edlem Geblüt, der ihm die Fortbewegung erleichtern sollte. Thaelon nannte ihn „Shin’shala“, was so viel wie ehrenhafte Reise bedeutet, und kehrte nur einen Tag später wieder zur Akademie zurück, um seine Ausbildung fortzusetzen. Er blühte in der Kaste der Magister auf und entschied sich schon bald, eine dritte Schule, die der Bannung, von einem zweiten Lehrer – Therasthron Flammenblüte – zu erlernen. So lernte der enthusiastische und nun gesellschaftlich nun wirklich integrierte Elf weiter…


Akt 4: „Das Ende der Ausbildung“ und „Wundervolle Geschenke“

…und so endete die Ausbildung dann auch schließlich. Auf den Gebieten von Transmutation und Verzauberung war der Elf weit fortgeschritten, hatte er sie doch auch von Beginn an angefangen zu lernen. Auch auf dem Gebiet der Bannung war er mittlerweile recht talentiert, focht nicht selten den einen oder anderen Übungskampf gegen andere Schüler. An dem Tag nun, an dem sein erster Lehrmeister ihn als bereit ansah, ein Magister zu werden, wurde er zu seinen zwei Lehrmeistern gerufen, die in Begleitung seiner Eltern waren. Es war der 20. Tag des 5. Monats, 7 Jahre vor der Öffnung des dunklen Portals. Er wurde beglückwünscht und für die guten Leistungen geehrt, nebenbei noch gefragt, wo er seine Position bei den Magistern in Zukunft sehen würde. Eine genaue Antwort konnte er nicht geben.

„Ich werde die Magie erforschen, was sollte ein anderes Ziel sein? Ich weiß zwar noch nicht, auf welchem Wege ich in unserer Kaste tätig sein werde, doch… ich bin mir sicher, dass ich meine Bestimmung finden werde.“ (Thaelon)

Nachdem Thaelon, der nun mit Recht den Titel „Lord Thaelon Windschwinge, Magister von Silbermond“ tragen konnte, mit Anweisungen und Angeboten überhäuft worden war und ihm gesagt worden war, dass man „sich zur genaueren Klärung später träfe“, verließen die Lehrmeister das neue Mitglied in ihren Reihen. Und ließen es mit seinen Eltern allein, die den Lord nun mit weiteren Wortschwallen bombardierten. Nachdem der Wortwechsel geendet hatte, teleportierte er mit den Eltern zurück nach Alt-Silbermond ins elterliche Anwesen. Dort angekommen wurde ihm nochmals von Verwandtschaft und Freunden der Familie – wenn auch oft ziemlich geheuchelt - gratuliert und er wurde in das Geschäftszimmer geführt, wo zwei riesenhafte Kästen aus dem Holz der Bäume Immersangs auf ihn warteten. Liebevoll beglückwünschten Vater und Mutter ihn zum wiederholten Male, meinten, dass der Inhalt der Kästen für ihn sei und dass er auch weiterhin bei ihnen wohnen und den Pflichten eines Magisters nachgehen könne, so wie sie es auch täten. Er dankte ihnen und sie traten aus dem Raum und ließen ihn mit den zwei ominösen Kästen alleine. Vorsichtig strich er über die Intarsien, dann über die Verschlüsse und öffnete einen von ihnen. Was er vorfand, raubte ihm einen Moment den Atem. Teile einer wunderschönen, blau-schwarzen Robe, fein säuberlich im Kasten aufgehängt und scheinbar erst vor kurzem geschneidert. Er strich entzückt über den schweren Stoff, folgte den Stickereien mit den Augen. Dann wechselte er seine alte, schlichte, rote Robe bedächtig gegen die Neue, dabei immerfort lächelnd. Von dem leisen Rascheln des neuen Stoffs begleitet, trat er zum anderen Kasten und öffnete auch dessen Verschluss. In seinem Inneren befand sich eine weitere Sensation. Darin schwebte ein kunstvoller, blauer Stab, die eingelassenen Saphire verströmten einen leichten, bläulichen Schein. Der frisch gebackene Magister entzifferte staunend die thalassischen Schriftzeichen auf dem Griff. Sie bildeten das Wort Eranu’ashal – vergessene Gerechtigkeit. Das musste der Stab seines Urgroßvaters und Namensvetters gewesen sein, der sich lange im Familienbesitz befunden hatte, aber nie genutzt wurde. Er war vergessen worden, obwohl er doch so prachtvoll war. Thaelon pflückte ihn aus der Luft, umschloss ihn fest mit beiden Händen und trat aus dem Zimmer. Für mehr als einen dankbaren Blick an die Eltern reichte es vor lauter Überraschung nicht und Lord Windschwinge trat hinaus, um das Glück und das Erstaunen erst einmal fassen zu können…


Akt 5: „Ein vollwertiger Magister“ und „Nach der Ausbildung“

…dieser ereignisreiche Tag war nunmehr ein ganzes Jahr vorbei und Thaelon hatte sich in der Gesellschaft und mit seinen Privilegien gut zurechtgefunden. Er genoss das Leben im Adel, leistete erfolgreiche Arbeit bei den Magistern. Er war ein Teil des Systems von Silbermond geworden, verkehrte mit allerlei angesehenen und mehr oder minder interessanten Personen. Im Verlaufe dieses Jahres hatte sich Thaelon auch seiner wunderbaren Robe angenommen, sie in Kleinarbeit zum Schutz gegen Schmutz und Wasser verzaubert. Doch bevor er weitermachen wollte, wollte er ein wenig von der Welt sehen – und nebenbei seinen Freund aus der Jugendzeit, Matharien, wiedersehen, um ihm zu erzählen, wie es in seinem Leben gelaufen war und um zu sehen, was denn mit ihm geschehen war. So verabschiedete er sich und schloss sich mit einem Diener zusammen einer Handelskarawane nach Stratholme an. Dort angekommen musste er jedoch feststellen, dass weder sein alter Freund, noch dessen Vater vorzufinden waren. Von einem anderen Hochelf, den er in der Stadtverwaltung antraf, erfuhr er dann schließlich, dass Vater und Sohn von Banditen getötet worden waren, als sie nach Silbermond hatten zurückkehren wollen. All ihr Hab und Gut war verloren gegangen, nur die Kette um den Hals Mathariens hatten die Unholde in ihrer Hast übersehen. Ein Lederkettchen, an welchem eine Träne aus Gold, in die wiederum ein tränenförmiger Rubin eingelassen war, baumelte. Da er der Erste war, der nach den Unglückseeligen gefragt hatte, brachte man ihm die Kette, die der Magister auch sogleich überstreifte. Er dankte und trat sofort die Rückreise an. So endete der erste Aufenthalt des Lords außerhalb von Quel’thalas überplötzlich. Die Kette trug er von diesem Zeitpunkt an fast immer.

Wieder in Silbermond angekommen, lebte er erfüllte Jahre, in denen er seiner Tätigkeit als Magister gewissenhaft nachging und weiterhin die Freuden seiner Stellung genoss. Die Nachrichten, die er schließlich nach der Öffnung des dunklen Portals von den Angriffen der Orcs erhielt, beunruhigten ihn zutiefst. Doch er vertraute auf die militärische Führung seines Volkes, dass sie die richtigen Dinge einleiten werde. Schließlich kam es nach der Zerstörung Sturmwinds zum Aufruf Lothars an die Quel’dorei. Im Gegensatz zu vielen der anderen Magister wurde er nicht in den Kampf gerufen, blieb als Reserve in Silbermond. Als dann die Trolle die Grenzländer Quel’thalas angriffen, wurden er und seine Eltern, die ebenfalls zurückgeblieben waren, einige Male an die Fronten berufen, um sich der Trolle zu erwehren. So sammelte er Erfahrungen, die er von seinen Lehrmeistern niemals hätte lernen können. Er selbst überstand die Kämpfe unbeschadet, sein Vater jedoch verlor sein rechtes Auge. Nachdem der zweite Krieg gewonnen war, zürnte Thaelon nicht zuletzt auch deswegen ähnlich wie viele andere Elfen über die Verwüstungen in den Grenzländern und die Entwendungen der Runensteine. Ebenfalls sah er es nicht ein, eine Gefahr wie die Orcs weiter bestehen zu lassen und forderte - abermals mit vielen anderen - die Tötung der Eindringlinge. Als dies jedoch nicht geschah, billigte er nur zu gerne die Trennung der Quel‘dorei von der Allianz, trotz König Terenas Zureden. Er führte sein Leben ähnlich wie vor den Kriegen weiter, nur kurz durch die Beben in Quel’thalas gestört. Mit den Jahren jedoch, als sein Zorn abgeklungen war, wurde er einsichtiger, befürwortete eine vollkommene Gutstellung mit den Menschen sogar teils.


Akt 6: "Prestigegewinn"

So verweilte der Magister also einige Zeit und ging Forschungen von minderer Bedeutung nach, ehe er eines Tages von einem befreundeten Magister in die Akademie von Falthrien berufen wurde. Es wurde ihm der Posten eines Ausbilders in den von ihm beherrschten Schulen der Magie angeboten. Thaelon akzeptierte dies, da er schon lange Zeit nach einer Möglichkeit suchte, seine Zeit abseits von politischen Veranstaltungen, ob öffentlich oder privat, effektiv zu nutzen. Nach einigen Wochen, in denen er seine Tätigkeit gewissenhaft und peinlichst genau erledigte, erwies sich diese Anstellung als ein Test seiner Fähigkeiten - den er mit Bravour gemeistert hatte. Der alte Direktor der Akademie trat aus persönlichen Gründen ab, um ihm, dem für diese Stelle Auserkorenen, Platz zu machen. Der Magister akzeptierte die neue Stelle mit augenscheinlicher Freude und so kam es, dass er sich die folgenden Wochen in die Tätigkeit eines Direktors über die Akademie und die kleineren Lehrzentren der Magister und in jene eines Studienleiters für neue und bereits vorhandene Studenten der arkanen Künste einfand. So gelangte der Magister zu einem nunmehr durchaus als groß zu bezeichnenden Ansehen. Nicht zuletzt durch die außergewöhnlichen Festlichkeiten, die sein Gönner, Protektor der Akademie von Falthrien, zu seinen Ehren abhalten ließ. Thaelon hatte nachdem jene bereits erwähnten Feiern vorüber waren, gerade genug Zeit, um sich zumindest mit den Grundzügen seiner neuen Beschäftigung intensiv auseinander zu setzen, als ihn schon der nächste Schlag des Schicksals erreichte. Jener Gönner, mit Namen Erador Sonnenfeuer, zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück und hinterließ den freien Posten des Protektors der Akademie von Falthrien, eines machtvollen Postens, der großartiges Prestige und beinahe unbegrenztes Verfügen über das Gelände der Akademie, die Ausbildung neuer Magier und die restlichen, kleineren Ausbildungsgebäude der Magister garantierte. Ob nun mangels eines besseren Kandidaten oder aufgrund dessen, dass er urplötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit stand, wurde Thaelon zu seinem großen Erstaunen für diesen Posten herangezogen. Obwohl die neue Last, die dieser Posten mit sich brachte, erdrückend schien, akzeptierte der Magister des Machtgewinns wegen und da ihm ohnehin wenige, weitere Optionen blieben das Angebot des Königs. Schon eine Woche später wurde er von Großmagister Dath'Remar Sonnenwanderer und König Anasterian Sonnenwanderer feierlich ernannt und sah sich von diesem Zeitpunkt, als Teil des Zentrums der Magister, mit ganz neuen politischen, gesellschaftlichen und persönlichen Herausforderungen konfrontiert.


Freunde und Bekannte

Folgt.


Verhalten gegenüber anderen Völkern

Anmerkung des Autors: Es handelt sich hierbei lediglich um Thaelons generelle Einstellung gegenüber unterschiedlichen Fraktionen. Bei Individuen kann dessen Meinung großräumig differenzieren.

Quel'dorei

Highelfmale.gifHighelffemale.gif (Hochelfen) - Mit an Fanatismus grenzendem Patriotismus, ist der Magister stets bedacht, jedwede schlechte Rede und jedwedes Unheil von seinem Volk fernzuhalten. Er liebt und verehrt Quel'thalas und dessen Herrscher. Quel'dorei-typisch betrachtet er sein Volk mit rassistischem Hintergrund als Höchstes und Bestes.

Lordaeron-Allianz

Dwarfmale.gifDwarffemale.gif (Eisenschmiede/Bronzebartzwerge) - Der Magister weiß größtenteils nicht, wie er die bärtigen Gesellen einzuschätzen hat, zu selten hat er Kontakt mit ihnen gepflegt und zu sehr unterscheidet sich ihr Verhalten von dem der Quel'dorei. Die Tatsache, dass sie Magie missbilligen, wertet er als große Schwäche. Er bleibt auf kühler Distanz.

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Lordaeron) - Von starker Abneigung zu Herablassung hat sich sein Verhalten gegenüber den Menschen von Lordaeron entwickelt. Er würde eine Versöhnung ihrer Völker befürworten, insofern das Menschenkönigreich seine "Fehler" eingesteht. Offiziell bleibt er neutral, inoffiziell scheut er sich nicht davor, seine Meinung kundzutun.

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Kul Tiras) - Für Kul Tiras gilt Ähnliches wie für Lordaeron. In der Öffentlichkeit ist er darauf bedacht, nicht beleidigend gegenüber der Seefahrernation zu werden.

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Sturmwind) - Er bemitleidet die Menschen von Sturmwind aufgrund ihres Schicksals im ersten Krieg ein wenig. Besondere Sympathie bringt er ihnen jedoch nicht entgegen. "Mensch ist eben Mensch."

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Dalaran) - Obwohl sie sich nicht aus dem Verbund mit Lordaeron lösten, bringt er dem violetten Königreich durchaus Respekt entgegen. Nicht zuletzt aufgrund der Quel'dorei die die Reihen der Magier Dalarans bevölkern. Die Magokratie wahrt in Thaelons Augen einen hohen Standard, wenn sie auch nicht so herausragend wie Silbermond ist. Er bemüht sich stets um gute Beziehungen.

Dunkle Horde

Ogremale.gif (Oger) - Tumbe Fleischberge, wie es die Literatur verlauten lässt. Was sollte man mit diesen feindlichen, minderwertigen Kreaturen anderes anfangen, als sie Einen nach dem Anderen abzuschlachten?

Orcmale.gifOrcfemale.gif (Orcs) - Es ist dem Magister ein Dorn im Auge, dass noch immer Orcs auf freiem Fuße sind. Er will diese Spezies ausgerottet sehen und würde bei Blickkontakt sofort zum Angriff blasen.

Trollmale.gifTrollfemale.gif (Trolle) - Der Erbfeind der Quel'dorei, egal welchem Stamm sie angehören. Jeder tote Troll ist ein guter Troll. Der Lordmagister will auch diese Parasiten innbrünstig vom Antlitz Azeroths getilgt sehen.

"Helle" bzw. internierte Horde

Orcmale.gifOrcfemale.gif (Orcs) - Der Ansicht Thaelons nach verdienen alle Orcs, egal ob sie mit Dämonen paktieren, sich verstecken oder interniert sind den sofortigen Tod. Keine Ausnahmen.

Amani

Trollmale.gifTrollfemale.gif (Trolle) - Gleiches wie für die Trollstämme der dunklen Horde gilt auch für die Amani und sämtliche anderen Stämme der Trolle. Der Magister erinnert sich noch gut daran zurück, wie er in den Grenzländern dereinst zahlreiche dieser Kreaturen niederstreckte und verflucht sie für die Verletzung, die sie seinem Vater zufügten.

Goblins

Goblinmale.gifGoblinfemale.gif (Goblins) - Das letzte spitzohrige, grüne Wesen das der Magister zu Gesicht bekam, wollte ihm den Kopf abschlagen. Dementsprechend gemäßigt ist seine Freundlichkeit gegenüber den Goblins. Er würde einem jeden von ihnen mit unverhohlener Aggressivität begegenen, sie jedoch nicht gleich angreifen, sondern eher dingfest machen, da er um ihre Tätigkeit als Händler weiß.

Stromgarde

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Stromgarde) - Mehr Sympathie als für die restlichen Völker der Menschen hegt er für Stromgarde, da sie seine Auffassung bezüglich des Verfahrens mit den Orcs teilen und aufgrund der Bande, die einst zwischen den Quel'dorei und den Arathi geknüpft wurden. Mehr als Neutralität ist trotzdem nicht zu erwarten.

Gilneas

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Gilneas) - Über die Menschen von Gilneas ist dem Magister wenig bekannt. Er missbilligt ihren Rückzug hinter den Graumähnenwall, doch zeigt ansonsten kein weiteres Interesse.

Alterac

Humanmale.gifHumanfemale.gif (Alterac) - Die Kooperation mit der Horde während des zweiten Krieges nimmt er den Einwohnern Alteracs sehr übel und verachtet sie deshalb. Die Annexion durch Lordaeron billigt er. Selbst obwohl es Lordaeron ist.

Gnome

Gnomemale.gifGnomefemale.gif (Gnome) - Mit den Gnomen kann der Magister ähnlich wie mit den Zwergen wenig anfangen. Er weiß um ihre Affinität in Sachen der arkanen Magie und hatte bereits mit einigen Individuen zu schaffen, die einen relativ kultivierten Eindruck machten. Nichtsdestotrotz kann er die Technikbegeisterung der kleinen Kerle nicht verstehen und bleibt nicht zuletzt aufgrund von Geschichten über Explosionen, die er vernahm - mal wieder - auf vorsichtiger Distanz.

Wildhammerzwerge

Dwarfmale.gifDwarffemale.gif (Wildhammerzwerge) - Von den Wildhämmern ist dem Magister wiederum wenig bekannt. Er ist darüber im Stande, dass Wildhämmer und Quel'dorei im Hinterland kooperieren und weiß um ihre Flugkünste, doch hegt sonst kein Interesse an den Zwergen. Er macht im Grunde keinen Unterschied zwischen ihnen und ihren Vettern, den Bronzebärten.

Wird ggf. ergänzt.

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